Simbas Geschichte ist so außergewöhnlich, dass man sie kaum glauben mag. Aber sie ist wirklich passiert. Lesen Sie, wie es einem kleinen Kalb, das irrtümlich ganz allein auf einer Weide zurückblieb, gelungen ist, zu einem fröhlichen Teenager zu werden.

HDie Heiderinder Story: Der kleine Simba

Die Heiderinder Story: Der kleine Simba

Simba ist unser Held! Der kleine tapfere Kerl war ein Zwilling und seine „zweite Hälfte“ verstarb während der Geburt. Wir wussten nicht, dass das tote Kalb ein Geschwisterchen hatte und haben Simba, als wir die Herde kurz darauf auf eine andere Wiese gebracht haben, einfach auf der Weide übersehen, wo seine Mutter ihn im hohen Gras versteckt hatte.

Erst Tage später wurde er zufällig gefunden. Natürlich haben wir ihn sofort nach Hause geholt – unabhängig davon, dass wir keinen Transporter zur Verfügung hatten und er im „Kofferraum“ reisen musste. Er kam erst einmal in einer Pferdebox unter und der Tierarzt sah nach ihm. Simba war von Anfang an guter Dinge und unser Kuvacz Gustav hat liebevoll die Betreuung übernommen.

Das Problem war, dass die Mutter des Kleinen inzwischen keine Milch mehr gab und wir ihn daher erst einmal mit der Flasche aufpäppeln mussten. Wir suchten und fanden eine „Pflegemutti“ – eine Kuh, die noch viel Milch, aber ein bereits älteres Kalb hatte. Wir haben sie ebenfalls in den Pferdestall verlegt und nach anfänglichen Berührungsproblemen hat sie Simba als ihr Ersatzkalb akzeptiert.

Nach zehn Tagen im Laufstall, war die „Mutter-Kind-Beziehung“ so weit gefestigt, dass wir uns trauten, beide zurück zur Herde zu bringen. Die Wiedereingliederung funktionierte problemlos. Zweimal täglich brachten wir Simba seine Milchflasche vorbei. Es war zu süß, wie er im Zick-Zack durch die anderen Herdenmitglieder hopste, wenn man seinen Namen rief und er die Milchflasche entdeckte.

Sein Vater wurde sein bester Kumpel. Er wich ihm kaum von der Seite und der kapitale Bulle ertrug den ungestümen Nachwuchs mit stoischer Ruhe. Heute ist Simba kastriert und ein Teenager. Selbstbewusst lebt er in der Bullenherde und hat jede Menge Unsinn im Kopf. Nur den Respekt vor dem Alter hat er nicht verloren. Wenn die älteren Mutterkühe, die wir tragend in der Bullenherde mitlaufen lassen, um für Ordnung zu sorgen, auftauchen, dann weiß Meister Simba, dass es besser ist zu „spuren“.

Wir sind sehr stolz, dass der kleine Kerl eine so gute Entwicklung genommen hat und haben ihm versprochen, dass er für immer bleiben darf!

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